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WDR5 Service Bildung

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    WDR 5 Service Bildung Prognosetage: 23./27.08.10 Autorin: Sigrid MRller Red: Angelika BVhrke Zwischen Arbeit und Ruhestand: ZWAR Gruppen machen mobil Mod: Noch nie gab es hierzulande so viele Menschen aus der Generation 50 plus. FRr die meisten beginnt in diesem Alter noch einmal ein neuer Lebensabschnitt. Die Kinder sind aus dem Haus, das Arbeitsleben geht langsam zu Ende und dann? Wer in dieser Zeit keine Interessen entwickelt und einen stabilen Freundeskreis hat, fRr dem kann es bitter werden. Das GefRhl im Ruhestand nicht mehr gebraucht zu werden, fRhrt nicht selten zu Isolation und Einsamkeit. Genau hier setzen die so genannten „ZWAR" Gruppen an. „ZWAR" steht fRr „Zwischen Arbeit und Ruhestand". Genau dieser 2bergang soll fRr Menschen Rber 50 mit den Gruppen leichter werden. Sigrid MRller hat so einen Treffpunkt besucht: Atmo. Gruppe TEXT: Wenn sich die Rber 20 Mitglieder der ZWAR Gruppe im KVlner Stadtteil Esch treffen, dann geht es meist hoch her. Neuigkeiten werden ausgetauscht, gemeinsame Aktionen werden geplant: O-TON: DRrfte ich noch mal kurz um euer GehVr bitten. Ich mVchte euch ganz herzlich begrR5en, ich hab euch gleich noch etwas zu sagen. Die Fahrt nach Burg Vogelsang da hab ich noch mal beim ReisebRro angerufen, wir werden hier an der Schule abgeholt. TEXT: Sophie RRssmann koordiniert ab und zu die gemeinsamen Aktionen der Gruppe. Aber das ist auch schon alles, denn in einer ZWAR Gruppe gibt es keinen Chef. Die Teilnehmer sind gleichberechtigt und bestimmen immer gemeinsam, was gemacht werden soll. Auch fRr Sophie RRssman war das erst einmal gewVhnungsbedRrftig: O-TON: Ich wusste auch nicht, auf was ich mich da einlasse. Ich hab mich auch ziemlich schwer getan, weil in den Gruppen ist das Rblich, das man sich untereinander duzt. Da habe ich meine Probleme mit gehabt. Das hat bei mir eine Zeit gedauert, ehe ich das konnte. TEXT: Diese basisdemokratische Kommunikationskonzept der ZWAR Gruppen wurde vor 30 Jahren an der UniversitDt in Dortmund entwickelt. Dort gibt es auch die Zentralstelle des Netzwerks. Soll in einer Kommune eine neue ZWAR Gruppe gegrRndet werden, dann organisiert diese Zentralstelle in den ersten zwei Jahren einen pDdagogischen Begleiter. Denn das soziale Miteinader ganz ohne Hierarchien muss oft erst geRbt werden, sagt Christian Adams, Leiter der ZWAR Zentralstelle: O-TON: Wir bieten von der ZWAR Zentralstelle auch begleitende Seminare an, auch Konfliktmoderation, wie kann man so eine Gruppe gestalten. In der Struktur sind alle gleichberechtigt, sind alle gleich verantwortlich fRr den Erhalt der Gruppe und fRr das, was in der Gruppe passiert. Da muss man lernen, wie geht das denn eigentlich. Am Anfang stellen das die Gruppen meist in Frage, eine Gruppe ohne Boss, das geht gar nicht. Das ist eben ein Lernprozess, der wichtig ist, was auch zu einer Emanzipation fRhrt. TEXT: Dieses GefRhl, selbst zu bestimmen was man tun will in seinem Leben, setzt nach Erfahrung der ZWAR Mitarbeiter in den Basisgruppen oft sehr viel Energie frei. Menschen, die neben ihrem Arbeitsleben oft kaum soziale Kontakte hatten, entdecken in der Gruppe ganz neue FDhigkeiten: O-TON: Es gibt eine Gruppe in MRnster, die haben ein Wohnprojekt gestartet und wohnen jetzt in einem Haus zusammen. Es gibt eine Gruppe, die eine Blindenzeitschrift herstellt. Es gibt Gruppen, die in die KindergDrten gehen und dort arbeiten. Sie suchen sich diese Aufgaben selbst und tun das, weil sie merken, dass tut ihnen gut. TEXT: Auch Sophie RRssmann ist so ein typisches Beispiel. Erst durch die Kontakte in der Gruppe wurde der 69 jDhrigen bewusst, wie viel Energie noch in ihr steckt: O-TON: Ich habe frRher immer gesagt, wenn ich in Rente bin, werde ich nie ehrenamtlich was machen. Aber da hat sich mein Denken geDndert. Ich hab einige Sachen, die ich jetzt ehrenamtlich mache und das mache ich auch gern. TEXT: In den Gruppen entstehen aber auch immer wieder ganz persVnliche Freundschaften. Man fDhrt zusammen in Urlaub, macht gemeinsame AusflRge, besucht Theater und Museen. Oft sind das Menschen aus der nDheren Umgebung, so wie bei Inge Schulz und ihrem Mann: O-TON: Ich kannte hier im Ort Rberhaupt niemanden, da wir zwei immer allein unterwegs waren, unsere AktivitDten und Freizeit immer allein gestaltet haben im Berufsleben. Wir kannten niemanden, wir kannten nicht mal die nDchsten Nachbarn. TEXT: Inzwischen gibt Rber 130 ZWAR Gruppen in Nordrhein-Westfalen. Das einzige Bundesland mit einem solchen Netzwerk fRr Menschen auf dem Weg in den Ruhestand. Finanziert wird das Projekt vom Land und von den Kommunen. Und von dort kommen auch immer wieder die Impulse fRr GrRndung neuer Gruppen, sagt Christian Adams: O-TON: Wir gehen dann in Kontakt mit diesem TrDger und versuchen innerhalb des Stadtteils ein Netzwerk aufzubauen, das dieses Konzept mit entwickelt. Denn ich glaube, dass es wichtig ist, dass sich Kommunen vorbereiten auf die Phase des demographischen Wandels. Durch diesen Wandel wird es in Zukunft eine gro5e Zahl von Menschen geben, die in dieser Lebensphase sind und die sehr viel noch bewegen wollen. In denen sehr viel Potential steckt, was wir als Gesellschaft ja auch heben wollen und mRssen. TEXT: Aber manchmal ist die ZWAR Gruppe einfach nur ein bisschen Familienersatz: O-TON: Wenn einer hier in der Gruppe mal down ist, dann kRmmert man sich um einen. Ich fRhl mich hier wie zu Hause. HVrerinformation Service Bildung Zwischen Arbeit und Ruhestand: ZWAR Gruppen machen mobil Noch nie gab es hierzulande so viele Menschen aus der Generation 50 plus. FRr die meisten beginnt in diesem Alter noch einmal ein neuer Lebensabschnitt. Die Kinder sind aus dem Haus, das Arbeitsleben geht langsam zu Ende und dann? Wer in dieser Zeit keine Interessen entwickelt und einen stabilen Freundeskreis hat, fRr den kann es bitter werden. Das GefRhl, im Ruhestand nicht mehr gebraucht zu werden, fRhrt nicht selten zu Isolation und Einsamkeit. Genau hier setzen die so genannten „ZWAR" Gruppen an. „ZWAR" steht fRr „Zwischen Arbeit und Ruhestand". Genau dieser 2bergang soll fRr Menschen Rber 50 mit den Gruppen leichter werden. Das Konzept: „Hilfe zur Selbsthilfe", das das Motto der ZWAR Gruppen. Das pDdagogische Programm wurde Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrtausends an der UniversitDt in Dortmund entwickelt. Das Konzept: In den Gruppen gibt es keine Hierarchie, das hei5t, es gibt keine Chefs. Alle Mitglieder sind gleichberechtigt und verantwortlich fRr den Erhalt der Gruppe und fRr das, was in der Gruppe passiert. Dieses basisdemokratische Kommunikationskonzept und das GefRhl, selbst zu bestimmen, was man tun will in seinem Leben, soll verschRttete Energien freisetzen. Besonders fRr Menschen, die wDhrend ihres Arbeitslebens kaum soziale Kontakte hatten, ist das wichtig. Die pDdagogische Begleitung: Wird in einer Kommune oder in einem Stadtteil eine neue ZWAR Gruppe gegrRndet, dann gibt es wDhrend der ersten zwei Jahre eine professionelle pDdagogische Begleitung. Sie soll helfen, die basisdemokratischen Kommunikationsstrukturen einzuRben. Betreut wird diese Startphase von der ZWAR Zentralstelle in Dortmund, die vom Land finanziert wird. Die ZWAR Gruppenmitglieder werden au5erdem zu Seminaren eingeladen, in denen Rber die Zielvorstellungen der Gruppe diskutiert wird und in denen man Strategien zur KonfliktbewDltigung Rben kann. Freundschaften und Projekte entstehen: Inzwischen gibt es in Nordhrein-Westfalen rund 1500 ZWAR Basisgruppen fRr Menschen Rber fRnfzig. Bundesweit ist NRW das einzige Land mit einem solchen Netzwerk. Viele Projekte sind mittlerweile aus den sozialen Kontakten innerhalb der Gruppen entstanden. Es gibt gemeinsame Wohnprojekte, es gibt Gruppen, die in KindergDrten arbeiten oder die Senioren im Stadtteil betreuen. Bei den regelmD5igen ZWAR Treffen entstehen aber auch immer wieder ganz persVnliche Freundschaften. Man fDhrt zusammen in Urlaub, macht gemeinsame AusflRge, besucht Theater und Museen. Informationen: Eine landesweite 2bersicht Rber bestehende ZWAR Gruppen gibt es bei der ZWAR Zentralstelle in Dortmund: ZWAR Zentralstelle Steinhammerstr. 3 44379 Dortmund Tel: 0231/96 13 17-0 www.zwar.org © WDR 2010
     
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    In der kommenden Woche beginnt in Nordrhein-Westfalen wieder die Schule – und für viele Schüler ist es das letzte Schuljahr, bevor es richtig ernst wird. Das heißt: bevor sie sich für einen Beruf entscheiden. So langsam sollten sich die Schüler überlegen, welchen Beruf sie eigentlich ergreifen möchten. Die Lernferien in Nordrhein-Westfalen helfen in dieser Woche Neuntklässlern ganz unterschiedlicher Schulformen, sich auf die Ausbildung vorzubereiten, wie etwa beim Kolping Bildungswerk in Köln. © WDR 2010
     
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    #Tattoos und Piercings sind bei jungen Leuten total "in" und gehören in bestimmten Kreisen zum Alltagsbild. Viele dieser jungen Menschen, die ihre Körper mit gestochener Farbe und Metallstäbchen verschönert haben, ahnen nicht, dass sichtbare Tattoos und Piercings im Bewerbungsgespräch echte Nachteile für die Kandidaten bringen können. © WDR 2010
     
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    Am heutigen 12. August beginnt das "Internationale Jahr der Jugend", das hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr so beschlossen. Die 192 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen sollen das Jahr nutzen, um Jugendlichen die Ideale von Frieden, Freiheit, Fortschritt und Solidarität näherzubringen und sie zu ermutigen, sich sozial zu engagieren. LEONARDO hat Jugendliche getroffen, die schon jetzt viel leisten. Etwa die beiden UN-Jugenddelegierten, die zurzeit durch Deutschland touren, andere Jugendliche treffen und ihre Ergebnisse im Oktober vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York präsentieren. © WDR 2010
     
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    Die Technischen Hochschulen wollen ihre Ingenieursstudiengänge wieder mit einem Diplom abschließen. Damit würden diese Hochschulen aus dem Bolognaprozess, der die Umstellung der Studienabschlüsse von Magister und Diplom auf Bachelor und Master vorschreibt, ausscheren. Was jetzt im Ingenieursstudium beachtet werden muss, damit die Berufsaussichten nach dem Studium gut sind, darüber informiert der Service Bildung. © WDR 2010
     
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